Text aus EPS-Dateien exportieren

Wie können Texte aus EPS- oder Adobe Illustrator-Dateien exportiert werden, um sie beispielsweise in Trados Studio zu übersetzen? Was tun, wenn Sie selbst keine Möglichkeit haben, die Texte editierbar zu machen?

SDL Studio, CC2018, CC2017Wenn Sie mit nicht editerbarem Text in Bildern konfrontiert sind und diese zum Beispiel im Format *.ai, *.eps oder *.pdf vorliegen, kann die nachfolgende Information eventuell hilfreich für Sie sein. Dieser Beitrag richtet sich hauptsächlich an freiberufliche Übersetzerinnen und Übersetzer.  Lesen Sie dazu auch
>> DTP für Übersetzungsprojekte Teil 2.

Hinweis: Achtung bei PDF-Dateien − nicht jede PDF-Datei ist dafür geeignet, es hängt davon ab, wie sie erstellt wurde. Dazu eventuell mehr in einem nächsten Beitrag.

 

Intuitive creative with down-to-earth approach

 

Das Ziel immer im Blick

Grundsätzliches Ziel ist es, die Texte mittels Übersetzungssoftware professionell übersetzbar zu machen, um den Einsatz von Translation Memory und Terminologiedatenbank voll zu ermöglichen und außerdem dafür zu sorgen, dass alle Texte auch wieder im Translation Memory landen können. Zudem geht es darum, den Aufwand bei der Bearbeitung von Bildern so gering wie möglich zu halten und fehleranfälliges Copy+Paste weitgehend zu vermeiden.

Kooperationen suchen

Als Übersetzerin oder Übersetzer haben Sie sich wahrscheinlich Ihre Arbeitsumgebung so eingerichtet, dass Ihnen alles rund um das Thema Übersetzen zur Verfügung steht. Sie haben vermutlich eine Lizenz für Trados Studio, für Trados MultiTerm&Co und eventuell auch noch für Microsoft Word und einem PDF-Writer, etc. Die Übersetzung von Indesign oder Illustrator-Dateien kommt aber relativ selten vor, daher ist es für Sie nicht sinnvoll eine ganze Adobe-Lizenz zu kaufen und ständig mit Testlizenzen herumzuprobieren ist ziemlich aufwändig. Falls es Ihnen so geht, strecken Sie am besten einfach Ihre Fühler aus. Es gibt Grafikerinnen und Grafiker, die sich genau auf dieses Fachgebiet spezialisiert haben. Eine Kooperation in einzelnen Fällen oder auch langfristig ist meist die beste Alternative. Anstatt sich selbst zu ärgern und wertvolle Zeit zu investieren, geben Sie diese Aufgabe einfach ab. So wie Sie sich nicht allein mit dem Jahresabschluss herumärgern wollen und daher einen Steuerberater beauftragen.

Verständnis bei Ihren Kunden erzeugen

Wieviel Zeit haben Sie bereits investiert, um herauszufinden, wie die nicht-editierbaren Texte übersetzbar gemacht werden können? Haben Sie recherchiert, herumprobiert, Leute gefragt? Lag der Aufwand bei einer Stunde, bei zwei oder vielleicht bei 10? Sind Ihre Kunden sensibilisiert für das Thema? Kann Ihr Kunde die Texte eventuell sogar selbst exportieren? Versteht Ihr Kunde, die Vorteile eines Translation Memory Systems und daher den Grund für die Notwendigkeit eines Exports?

Falls kein Export auf Kundenseite möglich ist, stellen Sie am besten zwei Optionen zur Auswahl: manuelles Copy+Paste oder professioneller Export. In beiden Fällen ist mit Zusatzkosten zu rechnen, wobei händisches Kopieren meist fehleranfällig ist und erfahrungsgemäß länger dauert, zumindest bei vielen Dateien. Hat Ihr Kunde viel Zeit, wird die Entscheidung vielleicht eher auf die Copy+Paste-Lösung fallen z. B. durch PraktikantInnen, doch sehr häufig ist Zeit ein kritischer Faktor und dann ist es oft sehr hilfreich, wenn Sie eine alternative Lösung anbieten können. Suchen Sie sich also im Idealfall ein professionelles Netzwerk, dem Sie vertrauen, oder sorgen Sie für die notwendige technische Umgebung bei Ihnen im Büro.

Viele Wege führen nach Rom

Wie immer gibt es mehrere Wege zum Ziel. Ich zeige hier drei Varianten auf, die ich selbst getestet habe und die mir daher am praktikabelsten erscheinen. Da ich persönlich am meisten Erfahrung mit Trados Studio habe, erwähne ich dieses Tool hier. Die Übersetzung kann aber natürlich auch in anderen gängigen Übersetzungstools durchgeführt werden.

Variante 1: Die Rustikale

Voraussetzung: Lizenz für Adobe Illustrator oder zumindest Testlizenz
  1. EPS-, PDF oder AI-Datei im Illustrator öffnen.
  2. Datei als *.txt-Datei exportieren.
  3. TXT-Datei in Trados übersetzen.
  4. Übersetzten Text String für String manuell in die Illustrator-Datei kopieren.
  5. Finale Datei erstellen.
Anmerkungen:
  • Sie ersparen sich dadurch das lästige manuelle Herauskopieren der zu übersetzenden Textstellen, müssen aber den übersetzten Text dann wieder händisch zurückkopieren, da in der TXT-Datei sämtliche Meta-Daten verlorengehen, das Layout somit nicht erhalten bleibt.
  • Wenn Sie nur eine einzige Datei zu übersetzen haben, ist das vermutlich ein relativ rascher und unkomplizierter Weg. Bei mehreren Dateien wird es aber bereits ungemütlich.
  • Falls Ihr Kunde das Zurückkopieren der Texte selbst übernimmt, ist es ratsam, zumindest die bilinguale übersetzte Datei im Word-Format als Orientierung zur Verfügung zu stellen.

Variante 2: Die Professionelle

Voraussetzung: Lizenz für Adobe Illustrator oder zumindest Testlizenz. Kauf der Software “CopyFlow Gold (CFG)” oder zumindest Testlizenz.
  1. Extension „CopyFlow Gold“ installieren.
  2. EPS-, PDF oder AI-Datei im Illustrator öffnen.
  3. Zu übersetzenden Text als XML exportieren.
  4. XML in Trados prüfen (werden alle Strings richtig ausgelesen? Evtl. Filetype anpassen).
  5. XML in Trados übersetzen.
  6. XML mittels CFG-Extension zurück in Adobe Illustrator importieren.
  7. Eventuell noch Layout-Anpassungen machen, wenn zum Beispiel die Textboxen für die neue Sprache zu klein sind (DTP Feinlayout).
  8. Finale Datei erstellen.
Anmerkungen:
  • Kein fehleranfälliges, manuelles Kopieren der Texte.
  • Bei vielen Dateien eine rasche, professionelle Lösung, da Batch-Verarbeitung möglich.
  • Kostenpflichtige Zusatzsoftware CFG notwendig.

Variante 3: Die Alternative

Voraussetzung: Lizenz für Adobe Illustrator oder zumindest Testlizenz
  1. EPS-, PDF oder AI-Datei im Illustrator öffnen.
  2. Zu übersetzende Texte in Illustrator als Variablen definieren. Hierfür muss jede Datei händisch und separat geöffnet werden.
  3. Datensatz erfassen und als XML-Bibliothek exportieren.
  4. XML in Trados prüfen (werden alle Strings richtig ausgelesen? Evtl. Filetype anpassen).
  5. XML in Trados übersetzen.
  6. Übersetzte Datei über Variablen-Bibliothek importieren.
  7. Eventuell noch Layout-Anpassungen machen, wenn zum Beispiel die Textboxen für die neue Sprache zu klein sind (DTP Feinlayout).
  8. Finale Datei erstellen.
Anmerkungen:
  • Vom Workflow her etwas aufwändiger als Variante 2.
  • Bei einzelnen Dateien durchaus praktiabel. Bei vielen Dateien eher aufwändig.
  • Kein fehleranfälliges, manuelles Copy+Paste
  • Keine Zusatzsoftware notwendig.

Fazit

Welche Lösung für Sie am effektivsten ist, kann natürlich nicht pauschal beantwortet werden. Vieles hängt von der Größe des Projektes ab, vom Zeitrahmen, von Kundenwünschen und auch davon, welcher Workflow Ihnen selbst sympathisch ist. Finden Sie am besten heraus, welcher Typ Sie sind. Macht es Ihnen Spaß, neue Software auszuprobieren und Lösungen selbst zu suchen? Oder haben Sie lieber verlässliche Kooperationspartner, an die diese Aufgaben ausgelagert werden können?

Wie auch immer Sie an die Sache herangehen, es gibt mit Sicherheit eine Lösung, die gut zu Ihnen passt. Manchmal ist das erste Projekt dieser Art etwas herausfordernd, aber gute Kommunikation ist alles. Ihr Kunde wird es zu schätzen wissen, wenn Sie sich engagieren und nach professionellen Lösungen Ausschau halten.

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne!

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis weit höher als in der Theorie.

– Ernst Ferstl

DTP für Übersetzungsprojekte Teil 3

 Von Updates und Visionen… äh…Versionen

Egal in welchem Bereich wir tätig sind, die Technik macht uns manchmal einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. So kann es zum Beispiel sein, dass bestimmte Programme nicht kompatibel sind, einfach weil die Versionen nicht aufeinander abgestimmt sind. Im Fall von Grafik und Übersetzung ist das relativ häufig der Fall. Die beiden müssen zwar oft miteinander funktionieren, aber meist finden die Release-Zyklen nicht zum selben Zeitpunkt statt. Und so kann es sein, dass zum Beispiel die in Indesign CC2018 abgespeicherte idml (Austauschformat von Indesign) nicht in Studio 2017 geöffnet werden kann. Trados Studio unterstützt nämlich die Produktversion 13 (CC2018) noch nicht, wohl aber die Version 12 (CC2017).

Bevor also ein DTP-Projekt in die Übersetzung gegeben wird, ist zunächst zu klären, mit welcher Version die Indesign-Datei (bzw. idml) erstellt wurde und mit welchem Übersetzungstool übersetzt wird bzw. welche Versionen von Indesign unterstützt werden.

Falls Sie eine idml aus CC2018 erhalten und mit Trados Studio übersetzen möchten¹, fragen Sie Ihren Auftraggeber danach, eine idml aus CC2017 zu erstellen. Die Cloud-Version von Adobe erlaubt es glücklicherweise, mehrere Versionen von Indesign parallel zu installieren. Sollte dies nicht möglich sein, wenden Sie sich am besten an einen Grafiker Ihres Vertrauens, lassen Sie die idml-Datei auf Übersetzungskonformität prüfen (siehe dazu auch >> Blog-Post >> Desktop Publishing für Übersetzungsprojekte) und lassen Sie eine idml in der gewünschten Version abspeichern.

Für fortgeschrittene Benutzer mag es auch zielführend sein, die Version des Produktes direkt in der designmap zu ändern, wie von SDL beschrieben (>> siehe auch SDL Support). Es muss hier aber in jedem Fall geprüft werden, ob  dann beim Rückimport in Indesign alles sauber aussieht und kompatibel ist. Hinzuzufügen ist, dass dieser Weg erfahrungsgemäß leider nicht immer funktioniert.

Bis die nächste Version von Trados Studio kommt, müssen wir uns wohl mit ein paar Umwegen behelfen. Oft sind es aber auch genau diese Umwege, die uns verstehen lassen, wie Systeme funktionieren oder zumindest einen kleinen Einblick geben. Auch wenn es oft unglaublich nervenaufreibend ist, wenn genau bei einem dringenden Projekt solche Stolpersteine entstehen, wächst man in diesen Situationen immer wieder ein kleines Stückchen über sich hinaus, findet Lösungen, wo vorher keine waren oder bittet jemanden um Unterstützung. Denn nicht jeder muss alles können und in unserer vernetzten Welt ist es vor allem wertvoll, zu wissen, an wen man sich bei Bedarf wenden kann.

Teil 1 lesen

Teil 2 lesen


¹ Ich spreche hier häufig von SDL Studio, da ich mit diesem Tool selbst am meisten Erfahrung habe.  Eventuell gibt es zukünftig auch Einträge zu anderen Tools.

DTP für Übersetzungsprojekte Teil 2

SDL Studio, CC2018, CC2017
Sie sind Übersetzer/Übersetzerin und stehen vor dem Problem, dass ein Kunde Ihnen eine Illustrator-Datei zur Übersetzung geben möchte? Sie arbeiten mit Trados Studio oder einem vergleichbaren Tool, aber haben Adobe Illustrator nicht bei sich installiert?

Es gibt grundsätzlich mehrere Wege, die zu einem Ergebnis führen. SDL empfiehlt zum Beispiel die Verwendung von 3 verschiedenen Apps: Sysfilter for Illustrator® , CopyFlow for Gold und Ai Textconvert. Voraussetzung für den Einsatz dieser Programme ist natürlich eine Illustrator-Lizenz zu haben. Während bei regelmäßiger Anwendung sicher nichts gegen den Kauf dieser Tools spricht, kann es im Einzelfall eventuell zielführender sein, auf andere Methoden zurückzugreifen.

Ein alternativer Weg, der sich möglicherweise als sehr effizient und kostensparend erweist, ist die Verwendung von Variablen. Dabei wird im Illustrator der gesamte Text in einzelne Variablen umgewandelt und diese dann als Variablen-Biobliothek im xml-Format exportiert. Die xml-Datei wird in Trados Studio oder einem vergleichbaren Tool übersetzt, die Übersetzung wird als Variablen-Bibliothek zurück in die Illustrator-Datei importiert. Für die Übersetzung der xml-Datei können möglicherweise kleinere Anpassungen des Filetypes in Trados Studio notwendig sein. Eine Video-Anleitung finden Sie hier.

Wenn Sie nur hin und wieder ein Grafikprojekt zur Übersetzung erhalten, ist es mit Sicherheit zielführender sich direkt mit dem Grafiker abzusprechen, der die Datei erstellt hat, und gemeinsam ein geeignetes Austauschformat zu finden oder einen externen Grafiker mit dem Export zu beauftragen. Wichtig hierbei ist allerdings, dass die exportierte Datei den Richtlinien für eine reibungslose Übersetzung in einem der gängigen Übersetzungstools entspricht. Da viele Grafiker kaum oder keine Kenntnisse im Übersetzungsworkflow haben, kann es hierbei zu Unklarheiten kommen. Vor dem Export ist in jedem Fall zu prüfen, ob der zu übersetzende Text den notwendigen Kriterien entspricht. In meinem vorigen Beitrag bin ich bereits auf einige Details dazu eingegangen.

Falls Sie Unterstützung in diesem Bereich brauchen, bin ich gerne für Sie da!

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Desktop Publishing für Übersetzungsprojekte

SDL Studio, CC2018, CC2017
Übersetzungen von Broschüren und Unterlagen im Indesign erfordern besondere Kenntnisse bei der Vor- und Nachbereitung der Grafikdateien. Meine längjährige Erfahrung im Projektmanagement einer renommierten Übersetzungsagentur und mein Know-How als diplomierte Übersetzerin sind die beste Basis, um Sie genau dabei zu unterstützen.

Vorbereitung

Die übersetzungkonforme Aufbereitung der Dateien umfasst mehrere Schritte. Unter anderem, wird geprüft, ob es im Text und in den Überschriften manuelle Zeilenumbrüche gibt. Diese Umbrüche führen in der Übersetzung dazu, dass Sinneinheiten nicht zusammen erfasst werden können. Sinneinheiten oder so genannte Segmente werden in gängigen Übersetzungstools, wie etwa Trados Studio üblicherweise anhand von manuellen Umbrüchen und Satzzeichen getrennt. Die Überschrift im unten angeführten Beispiel “Was uns verbindet” würde in drei Segmente gesplittet werden. Warum ist dies nun problematisch im Übersetzungsworkflow? Segmente werden bilingual in einem Translation Memory (TM) gespeichert. Das ist eine Datenbank, in der eben diese Sinneinheiten abgelegt sind, so dass bei Nachfolgeprojekten wieder darauf zugegriffen werden kann. Der Einsatz eines Translation Memories sichert einerseits die Konsistenz von Übersetzungen und führt andererseits zu Einsparungen, da Wiederholungen und Übereinstimmungen aus Vorgängerprojekten meist rabattiert berechnet werden. Umso wichtiger ist es daher, dass diese Sinneinheiten auch korrekt abgespeichert werden. Da die Wortstellung aber nicht in jeder Sprache identisch ist und gerade bei Marketingprojekten oft auch frei und nicht Wort für Wort übersetzt werden kann, ist besonders darauf zu achten, dass eine Überschrift oder ein Satz als gesamte Einheit übersetzt und abgespeichert wird. In der Vorbereitung für die Übersetzung werden daher die manuellen Zeilenumbrüche entfernt.

Desktop Publishing
Beispiele DTP-Vorbereitung

Bei Texten auf der Montagefläche (Pasteboard) muss zunächst abgeklärt werden, ob diese übersetzt werden sollen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Trados Studio und auch andere Übersetzungstools sämtliche sichtbaren Texte als zu übersetzende Segmente erkennen und somit zum Gesamtwortumfang hinzuzählen. Alle Texte, die nicht für die Übersetzung gedacht sind, müssen daher entweder vorher gelöscht oder als Bedingter Text (Conditional Text) formatiert und ausgeblendet werden. Bedingter Text, der ausgeblendet ist, wird von Trados Studio nicht in die zu übersetzende Datei übernommen und bleibt unverändert. In der Vorbereitung wird daher generell geprüft, ob Bedingter Text im Dokument vorhanden ist und abgeklärt, ob dieser übersetzt werden muss.

Weitere Punkte, die geprüft werden, sind Texte in nicht editierbaren Grafiken, die Verwendung von bedingten Trennstrichen oder die Größe der Textboxen in Referenz zum erwarteten Expansionsfaktor der Zielsprache, um nur einige zu nennen.

Nachbereitung

Der Vorteil einer Übersetzung direkt im Indesign-Format, liegt auf der Hand. Die Übersetzung erhalten Sie direkt im selben Format retour. Es fällt daher kein lästiges Copy+Paste der Texte an. Dennoch ist zu beachten, dass es auch im Indesign Nachbereitungsarbeiten gibt, für die Zeit eingeplant werden muss. Diese hält sich aber im Vergleich zu anderen Workflows meist in Grenzen und ist daher dem manuellen Kopieren von Texten vorzuziehen. Der Aufwand der Nachbereitung hängt stark davon ab, wie gut die Dokumente vor der Übersetzung geprüft und vorbereitet wurden und natürlich auch von der Sprachkombination. Übersetzungen ins Russische sind tendenziell um einiges länger, Übersetzungen ins Japanische fallen dagegen deutlich kürzer aus.

In der Nachbereitung ist zunächst wichtig zu prüfen, ob der gesamte Text angezeigt wird oder aufgrund der Expansion der Zielsprache abgeschnitten oder von Bildern überlappt wird. Idealerweise wird bereits vor Übersetzungsstart geklärt, an welchen Stellen des Layouts Flexibilität herrscht und wo kein Raum zur Veränderung besteht. Im besten Fall gibt es einen Styleguide, der diese Punkte abdeckt. Ziel ist, das Layout der Zielsprache so nahe wie möglich an die Ausgangssprache anzupassen. Je nach Sprache sind an manchen Stellen meist kleinere Adaptierungen notwendig. Einige Schriften unterstützen nicht alle Zeichensätze, es kann daher sein dass für manche Sprachen auf andere Schriftarten ausgewichen werden muss. Vor dem Druck ist ein DTP-Check der PDF-Datei durch eine Muttersprachlerin oder einen Muttersprachler der Zielsprache unbedingt durchzuführen. Hier sollte unter anderem besonderes Augenmerk auf Silbentrennung und korrekte Zeichendarstellung gelegt werden.

Fazit

Die professionelle Vorbereitung Ihrer Dateien sichert einen reibungslosen Ablauf während der Übersetzung. Viele Übersetzungsagenturen haben daher eigene Grafikabteilungen, die sämtliche Ausgangsdateien vor Start der Übersetzung eingehend prüfen. Je besser Ihre Dateien vorbereitet sind, desto weniger Aufwand wird für die Vor- und Nachbereitung Ihrer Dokumente anfallen.

Mein Angebot

Gerne unterstütze ich Sie bei der Vor- und Nachbereitung bestehender Dateien oder bereite neue Inhalte für Sie übersetzungskonform auf. Bei Bedarf übernehme ich auch gerne die Kommunikation mit Ihrer Übersetzungsagentur oder kann Ihnen einen geeigneten Kooperationspartner empfehlen.

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