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Wie kommunizierst du mit deinem Wildpferd?

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Gut möglich, dass du jetzt im ersten Moment glaubst, dass du keines hast. Aber ich kann dich beruhigen, ein Wildpferd hat man nicht. Es ist einfach da.

Bei mir hat sich diese Metapher in diesem Monat immer und immer wieder gezeigt. Angefangen hat es damit, dass ich Anfang Oktober den Song „Wild Horses” gehört habe und zwar im Duett von Mick Jagger und Eddie Vedder. Danach habe ich den Film „Legenden der Leidenschaft” gesehen. Spätestens da sind die Pferde nicht mehr zu übersehen. Übrigens ist das ein sehr empfehlenswerter Film, aber unbedingt Taschentücher bereitlegen, wenn du nahe am Wasser gebaut bist! Und damit ich es wirklich, wirklich, wirklich kapiere, dass sich dieses Tier bei mir meldet, schreibt dann auch noch der Wiener Alltagspoet über Wildpferde in Rumänien. Kommt auch nicht alle Tage vor, wirst du sehen, wenn du auf seiner Seite vorbeischaust.

Jedenfalls war das ein sehr intensiver, turbulenter und tiefgreifender Monat, der sich sehr abwechslungsreich präsentiert hat. Ich persönlich habe mich in den letzten vier Wochen wirklich gefühlt, als würde ich auf einem Wildpferd galoppieren. Auf diesem beschwingten und freiem Ritt, den ich sehr genossen habe, wurde ich aber immer wieder auch aufgefordert, zwischendurch zu rasten und innezuhalten. Ich wurde mit neuen und alten Themen konfrontiert, auch mit Ängsten und Glaubenssätzen. Manchmal so vehement, dass ich dachte, mich nicht auf dem Pferd halten zu können. Dabei sind mir zwei sehr wesentliche Aspekte immer wieder untergekommen, nämlich Mut und Vertrauen. Und ich verstand plötzlich, nicht ich muss mich halten, sondern es hält mich, wenn ich es lasse, wenn wir eins sind und nicht gegeneinander arbeiten. Ich durfte erfahren, wie wundervoll mich dieses Pferd trägt, wie klar und direkt unsere Kommunikation ist, wenn ich mich voller Hingabe auf unser Miteinander einlasse. Eine Verbindung, eine Synthese, ein So-Sein, einhergehend mit absoluter Präsenz und Liebe für den Moment.

All das, was ich in den letzten vier Wochen selbst erfahren durfte, war im Oktober auch Thema in einer meiner Xing-Gruppen. Ich schreibe „meiner”, weil ich dort im Moderatorinnen-Team bin und dieses Mal das Monatsthema betreut habe, es ist aber natürlich nicht direkt meine Gruppe. Den einleitenden Beitrag könnt ihr hier nachlesen. Wir haben uns mit Veränderungen befasst und wie wir mit ihnen umgehen können. Die Hauptaspekte habe ich in einer Mind Map zusammengefasst, denn das Thema ist vielschichtiger, als wir vielleicht im ersten Moment annehmen würden. Zusätzlich zu dem, was ich hier aufliste, gibt es natürlich noch viele, viele weitere Punkte, deren Relevanz wir vor allem auch in Bezug auf unsere ganz individuellen Erfahrungen wahrnehmen.

Oft führen wir Veränderungen aktiv herbei, weil wir etwas erneuern wollen, manchmal treffen uns Veränderungen aber scheinbar auch passiv, weil sich im Außen etwas ändert. Zunächst tendieren wir dazu, das, was sich zeigt, in gut und schlecht einzuteilen. In einem zweiten Schritt können wir aber sehen, dass jede Veränderung auch immer einen Samen des Wachstums in sich trägt. Ob wir ihn einpflanzen oder nicht, ist unsere Entscheidung. Manchmal brauchen wir dazu einen Gärtner oder eine Blumenfee, die uns erklären, welchen Nährboden, welchen Standort und wieviel Wasser der Same braucht. Diese Hilfe können wir uns holen, die Pflege selbst ist aber unsere Aufgabe.

Veränderungen als Mind Map

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