Loading…

Intuition und Erfolg

Manchmal sind wir unzufrieden in unserem Leben, weil wir nicht wissen wohin und manchmal wissen wir zwar wohin, aber nicht wie. Und das muss gar nicht bedeuten, dass unser aktuelles Leben schlecht wäre. Im Gegenteil, es kann nach außen sogar ganz und gar super aussehen und grundsätzlich “ok” sein, aber innerlich spüren wir einfach, dass da noch etwas anderes wartet, ein anderer Weg vor uns liegt. Eine ganz leise Stimme in uns flüstert dann immer wieder das Wort “Veränderung” und es liegt ganz an uns selbst, ob wir zuhören beziehungsweise ab wann wir zuhören. Manchmal erscheinen die Hürden unüberwindbar und manchmal suchen wir unbewusst nach Ausflüchten, um uns nicht zu sehr mit unserem Inneren, mit unseren eigenen Ängsten beschäftigen zu müssen. Jeder Mensch hat eine andere Toleranzgrenze und manche nehmen Kurskorrekturen immer und immer wieder vor, bis sich ein Weg stimmig anfühlt und andere warten im Verborgenen ab und bereiten sich langsam auf eine Veränderung vor.

Dieses Unzufriedensein kann sich in unserem Leben auf vielen Ebenen abspielen. Eine davon ist der Beruf, unsere tägliche Arbeit, der Bereich, mit dem wir unser Geld verdienen. Eine Frage, die mich immer schon beschäftigt hat: Wie können wir in unserem Alltag so zufrieden sein, dass wir nicht bereits am Montag schon an das Wochenende denken? Und haben wir alle die Möglichkeit, den Beruf für uns zu finden, der tatsächlich Berufung ist, bei dem wir uns frei und entspannt fühlen dürfen und der uns auch die finanziellen Mittel einbringt, die wir für unser Leben brauchen? Wann empfinden wir Zufriedenheit im Arbeitsleben? Es gibt Menschen, die haben genau das bereits umgesetzt und es gibt welche, die sind am besten Weg dazu. Wie machen sie das? Was ist ihnen wichtig und wo liegen ihre Prioritäten?

Weil ich diese Fragen für mich selbst zwar inzwischen beantworten kann, aber einfach auch neugierig bin, wie es anderen in diesem Zusammenspiel geht, habe ich begonnen, Menschen in meinem Umfeld genau danach zu fragen. Und in erster Linie zeigt sich, dass es die Freude am Tun ist, die uns beflügelt, die uns wachsen lässt und die Motivation bringt, etwas zu erschaffen. Die Art und Weise wie wir dabei über uns selbst denken und welchen Stellenwert wir unseren Talenten selbst zuschreiben, ist hierbei von größter Bedeutung. Wissen wir wo unsere Stärken liegen, können wir viel gezielter handeln und uns Unterstützung suchen, dort wo wir welche brauchen. Und wir können dadurch unser Sein viel authentischer in die Welt bringen. Was ich außerdem beobachten konnte, alle, mit denen ich bisher gesprochen habe, empfinden diese Freude am Tun zwar natürlich für sich selbst und sie haben Spaß an ihrem Job, aber diese Freude steht auch immer in Wechselwirkung mit den Menschen, für die sie etwas machen.

Ich bin daher unglaublich dankbar, diese Gespräche führen zu dürfen, denn sie bereichern mich auf eine ganz außergewöhnliche Weise. Und sie inspirieren mich, tragen dazu bei, meine eigenen Sichtweisen zu erweitern und sie bauen Konkurrenzdenken ab. Ich glaube wir Menschen neigen dazu, uns zu vergleichen, manche mehr, manche weniger, aber wir tendieren immer wieder mal dazu, zu jemand anderem rüberzuschielen, der es vermeintlich besser erwischt hat oder mehr aus seinem Leben macht. Je mehr Geschichten ich höre, desto klarer wird mir aber, dass jeder Mensch seinen ganz persönlichen Weg hat und das Gefühl von beruflichem Erfolg nicht damit zu tun hat, besser als jemand anderer zu sein, sondern immer damit, sich da Zuhause zu fühlen, wo man gerade ist.

Natürlich hätte ich diese Gespräche auch nur für mich selbst führen können, aber ich habe mich dazu entschlossen, daraus eine Blog-Serie zu machen, die als Quelle der Inspiration dienen darf. Einerseits um vielleicht geeignete Kooperationspartner für ein bestimmtes Vorhaben zu finden, andererseits einfach auch um aufzuzeigen, auf wieviele unterschiedliche Arten, die Menschen Freude ins Leben bringen. Und vielleicht auch, um deutlich zu machen, dass jeder dieser inneren Stimme lauschen darf, weil sie einfach immer die richtigen Antworten für uns parat hat, also zu ermutigen, auf die eigene Intuition zu vertrauen.

Als Illustratorin gehe ich an so ein Gespräch aus verschiedenen Blickwinkeln heran. Auch wenn das Schreiben sich am besten dazu eignet, die Gedanken in eine verständliche Form zu bringen, ist das Zeichnen für mich im zweiten Moment die Ebene, die mich noch um ein Stück näher an den Menschen heranbringt. Was daraus entsteht, ist so vielfältig wie die Personen, die mir gegenübersitzen. Mal fällt der Text länger aus, mal kürzer, mal wird in Farbe gezeichnet, mal in schwarzweiß. Es gibt kein Drehbuch. Es gibt nur Gespür für die Situation und was sich zeigen möchte. Und natürlich Kaffee.

Wenn auch du gerne Teil dieser Serie sein möchtest oder jemanden kennst, der dafür wie geschaffen ist, melde dich gerne bei mir!

Wir starten diese Reihe mit einer lieben Freundin, die Menschen dabei unterstützt, ihren Weg zur eigenen Berufung zu finden. Passender könnte es nicht sein!

Schreibe einen Kommentar