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Liebe als Erfahrungstatsache

Heute zitiere ich ausnahmsweise mal Wikipedia: „Der Energieerhaltungssatz drückt die Erfahrungstatsache aus, dass die Energie eine Erhaltungsgröße ist, dass also die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems sich nicht mit der Zeit ändert. Energie kann zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärmeenergie. Außerdem kann sie aus einem System heraus oder in ein System hinein transportiert werden, es ist jedoch nicht möglich, Energie zu erzeugen oder zu vernichten.”

Wenn wir nun davon ausgehen, dass Liebe eine Energie ist – und ihr werdet mir vielleicht zustimmen, dass da tatsächlich richtig Kraft dahinter steckt – wie wirkt diese „Erfahrungstatsache” dann, wenn wir die Liebe, die wir für einen bestimmten Menschen haben, nicht so leben können, wie wir es gerne würden? Eine Variante, die vermutlich häufig zu Beginn passiert, ist die, dass wir diese Liebesenergie, dann in etwas Anderes umwandeln wie zum Beispiel Wut oder Trauer. Aber was passiert danach? Können wir dieselbe große Liebesenergie, die ja offenbar im System noch vorhanden ist, auch uns selbst geben? Oder ist es einfacher, sie schnell aus dem einen System rauszunehmen und in ein anderes System reinzutransportieren? Ist das dann immer noch dieselbe Energie? Und wer übernimmt da den Transport? Das Herz oder das Hirn oder etwas Anderes?

Oder sind vielleicht wir selbst das System und jede Liebe, die wir spüren, ist sowieso immer unsere eigene und dort, wo wir sie gerade nicht spüren, haben wir sie einfach in ein anderes Gefühl umgewandelt? Wenn wir selbst dieses System sind, können wir uns doch eigentlich auch aktiv entscheiden, jedes einzelne Noch-nicht-Liebesteilchen in ein solches zurückzuverwandeln oder? Und spätestens hier merken wir, ja, das wäre sehr logisch. Aber gleichzeitig wird uns auch bewusst, manche Gefühle wollen einfach auch gefühlt werden, bevor sie umgewandelt werden können. Da klafft die Logik und die Herzenserfahrung auseinander. Da kann das Hirn nicht sofort mit, aber auffangen tut uns dann trotzdem wieder das Herz. Und die zentrale Frage ist eigentlich wieder, wo ist die Liebesenergie, wenn wir sie gerade nicht fühlen?

Zwei Buchempfehlungen zu diesem Thema:

Für alle, die es eher von der wissenschaftlichen Seite anpacken wollen: „Das Tao der Physik” von Fritjof Capra

Für alle, die es von der emotionalen Seite spüren wollen: „Der Pfad des friedvollen Kriegers” von Dan Millman

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