Ich kann nicht mehr – 5 achtsame Impulse bei Überforderung
Körperorientieres Resilienztraining unterstützt dich dabei, besser mit Herausforderungen zurechtzukommen.

Was du bei Überforderung tun kannst – 5 Tipps für den Moment und Impulse für langfristige Strategien.
Kennst du das Gefühl, wenn einfach alles zu viel ist? Wenn dein Kopf voller To-dos ist, dein Kalender keine Lücke mehr hat und du trotz Erschöpfung nicht zur Ruhe kommst?
Überforderung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Warnsignal deines Körpers und deiner Seele. In diesem Artikel erfährst du, woran du Überforderung erkennst, woher sie kommt und was du sofort dagegen tun kannst.
Was ist Überforderung eigentlich?
Überforderung bedeutet, dass die Anforderungen von außen (oder innen) längerfristig deine Ressourcen übersteigen. Du kannst dich dabei mental, emotional oder auch körperlich ausgelaugt fühlen. Oft ist es eine Mischung aus zu viel Verantwortung, zu wenig Ausgleich und der ständigen Anspannung, allem gerecht werden zu wollen.
Anzeichen einer Überforderung
Erkennst du dich hier wieder?
- Du bist ständig müde, egal wie viel du schläfst.
- Deine Gedanken kreisen pausenlos um offene Aufgaben.
- Du fühlst dich schnell überfordert, genervt oder gereizt.
- Du hast das Gefühl, „nicht mehr zu funktionieren“.
- Konzentration fällt dir schwer.
- Du ziehst dich sozial eher zurück.
- Dein Körper fühlt sich schwer an, aber innen bist du aufgewühlt.
Diese Symptome können erste Warnsignale dafür sein, dass du an deiner Belastungsgrenze bist. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig gegenzusteuern.
Was tun bei Überforderung? 5 Tipps, die sofort helfen
Anspannung bewusst wahrnehmen
Balle deine Hände zu Fäusten und spanne den gesamten Körper an. Bleib einen Moment in dieser Anspannung, dann lasse bewusst los und atme dabei aus. Schüttel deine Arme aus oder steh auf und schüttel den ganzen Körper aus.
Kontakt und Halt finden
Setze dich wieder hin und nimm dir einen Moment Zeit. Wie fühlt sich der Kontakt mit der Sitzfläche an? Wie fühlen sich die Füße am Boden an? Wie nimmst du die Lehne im Rücken wahr? Nutze die Schwerkraft und erkenne, dass es da etwas gibt, das dich trägt. Spüre nach.
Atem beobachten
In der Überforderung wird unser Atem oft sehr flach. Manchmal merken wir gar nicht, dass wir überhaupt atmen. Zum Glück weiß unser Körper, wie das geht, ohne unsere aktive Aufforderung. Lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Beobachte deine Atem, ohne ihn verändern zu wollen.
Berührung einladen
Gibt es eine Stelle auf deinem Körper, auf die du deine Hände gerne legen möchtest? Vielleicht auf dein Herzzentrum, vielleicht beide Hände an die Nieren oder auf den Bauch. Vielleicht möchtest du dich auch selbst umarmen. Wie ist die Berührung für dich stimmig? Ganz sanft und leicht oder mit etwas Druck wie bei einer Massage? Oder ist es eher ein Abklopfen oder ein Ausstreichen? Was brauchst du jetzt?
Prioritäten sortieren
Schreib alle To-dos auf, dann markiere drei Dinge, die heute wirklich wichtig sind. Alles andere darf warten.
Langfristig raus aus der Überforderung
Überforderung und mentale Erschöpfung entstehen selten über Nacht. Wenn dein Nervensystem im Moment an der Belastungsgrenze ist und du wirklich etwas ändern möchtest, lohnt es sich genauer hinzuschauen.
- Entwickle kleine Pausenrituale im Alltag
- Lerne „Nein“ zu sagen
- Erkenne, wann du (zu) viel von dir verlangst
- Übe dich in Selbstmitgefühl statt Selbstoptimierung
- Hol dir Unterstützung (z. B. durch Gespräche, Resilienztraining, Cranio Sacral, Coaching oder Therapie)
Du musst das nicht allein schaffen. Du darfst dir Unterstützung suchen.
- Resilienztraining – für Menschen, die trotz hoher Belastung gut in Verbindung mit sich selbst bleiben wollen
- Cranio Sacral – ein nährender Raum für deinen Körper
