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Fokus worauf?

Meditierende Katze Illustration Johanna Leitner Wien

Mal angenommen, es passieren in deinem Alltag fünf gute und eine mittelmäßige Sache, worauf konzentrierst du dich? Theoretisch wirst du jetzt vielleicht sagen, fünf ist natürlich mehr als eins und somit haben die guten Sachen mehr Gewicht. Aber praktisch gesehen, kann unser Gehirn in diesem Moment leider nicht rechnen. Voller Enthusiasmus stürzt es sich auf das, was nicht so gut geklappt hat, stellt plötzlich alles in Frage und sorgt dafür, dass wir den ganzen Tag lang nichts anderes mehr denken können. Alle anderen Sachen wie weggefegt, quasi inexistent. Das geht so plötzlich, dass wir wirklich ganz bewusst bei uns sein müssen, um das überhaupt zu registrieren.

Hast du schon gehört?

Jetzt stell’ dir vor, es geht nicht nur dir so, sondern vielen anderen da draußen auch. Wir merken das zum Beispiel, wenn wir mit offenen Ohren durch die Welt gehen. Worüber reden die Menschen am Telefon? Hast du schon gehört? Wahnsinn, ist das schlimm! Und schwupps hat die eine mittelmäßige Sache um sieben Kilo zugenommen und die fünf guten Sachen sind total verblasst. Es steht uns natürlich jederzeit frei, das auch so zu machen. Aber irgendwann werden wir feststellen, dass wir damit dem automatischen Mechanismus immer nur Zündstoff geben.

Möchtest du etwas ändern?

Ja, Ärger muss raus, das ist klar. Darf er auch. Aber wenn wir merken, dass sich das Gleichgewicht zu verschieben beginnt, ist es Zeit gegenzusteuern. Wir können das im Kleinen in unserem eigenen Leben immer wieder beobachten. Die automatische Reaktion zu stoppen, ist aber nicht so einfach, wie es klingt. Und selbst wenn wir längst beschlossen haben, daran etwas zu ändern, wird sich der Mechanismus immer wieder in Gang setzen. Wie bei vielen Dingen in unserem Leben, die wir Jahre lang so gemacht haben, ist es zunächst nötig, diese Routine zu durchbrechen. Sehr hilfreich ist es dabei, wenn wir uns das wirklich bewusst vornehmen. Und was noch viel hilfreicher ist, nicht mit uns selbst zu schimpfen, wenn es anfangs doch nicht so recht klappen will. Auch wenn wir schon länger dabei sind, bewusst mit unseren Gedanken umzugehen, sind wir immer wieder aufgefordert, sanft zu sein und so mit uns selbst zu reden, wie das ein guter Freund machen würde. Unser Geist, unser Körper und unsere Seele reagieren auf Liebe. Und sie freuen sich über ein liebes Wort, immer und ganz besonders, wenn es mal nicht so rund läuft. Wie sprichst du mit dir selbst?

Es gibt unzählige Informationen darüber, wie wir uns durch den Gedankendschungel bewegen können. Es gibt deswegen so viele, weil wir alle unterschiedlich sind. Weil wir alle etwas Anderes brauchen und auf unterschiedliche Menschen und Vorschläge reagieren. Ich bin überzeugt, wenn du bereit bist, deinen Fokus in eine realistische Balance zu bringen, wirst du genau die Information finden, die dir dabei helfen wird. Der erste Schritt ist, dich auf die Suche zu machen.

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