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Achtsame Kommunikation beginnt mit ehrlicher Selbstreflexion

Mandala mit natürlichen Farben

Wonach sehnen wir uns eigentlich? Diese Frage stelle ich mir, wenn ich merke, dass sich etwas aus dem Takt bewegt.

In letzter Zeit haben wir es mit intensiven Themen zu tun. Obwohl sich viele davon auf großer Ebene abspielen, müssen wir genau genommen nicht mal weit gehen, denn die meisten davon beschäftigen uns tatsächlich im kleinen Kreis: in der Familie, unter Freunden oder in der Arbeit. Ganz oft geht es um Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen, Überforderung, ein Zuviel an allem und ein Einfach-nicht-weiter-wissen. 

Ein friedvolles Miteinander baut nicht gern auf Härte

Wir suchen nach Antworten im Außen und doch können wir sie uns eigentlich nur selbst geben, wenn wir ganz ehrlich mit uns sind. Denn am Grunde unseres Herzens steht bei den meisten von uns der Wunsch nach einer liebevollen, sicheren Welt, nach Frieden und Verbundenheit. In Gesprächen und Diskussionen sind aber meist andere Themen im Vordergrund, ja, manchmal setzen wir uns für bestimmte Angelegenheiten sogar so ein, dass wir anfangen, für sie zu kämpfen und unser Gegenüber mit harten Worten zur Einsicht bringen wollen. Ein friedvolles Miteinander baut allerdings nicht gern auf Härte. Es braucht eine Basis, die zeigt, woraus der Stoff für Gemeinschaft gemacht ist.

Teilen wir mehr, als uns bewusst ist?

Mal angenommen, wir alle wünschen uns tatsächlich diesen Frieden und das liebevolle, sichere Miteinander, könnte es dann sein, dass wir selbst mit Menschen, die anderer Meinung sind, mehr gemeinsam haben, als wir glauben? Wäre es dann möglich, diese Gespräche auf eine neue Ebene zu heben? Könnten wir dann eine verständnisvolle, liebevolle Atmosphäre schaffen, die der anderen Person die Chance gibt, offen auszusprechen, was sie sich wirklich wünscht, und könnten wir so zu einer neuen gemeinsamen Basis finden, die auch lösungsorientiert sein kann? Ich glaube, dass das möglich ist. Es erfordert aber viel innere Klarheit, Ruhe und Balance. Es braucht dazu die Fähigkeit, das größere Gefüge zu erkennen und gleichzeitig den sanften Raum im Herzen zu spüren. Das will geübt sein, denn diese Stabilität in einem intensiven Gespräch beizubehalten, ist eine Herausforderung.

Wollen wir den Unterschied machen?

Die Frage, die wir uns hier stellen können, ist also, möchte ich dieser Mensch sein, der diesen Unterschied macht? Möchte ich die Person sein, die anfängt, etwas anders zu machen? Habe ich überhaupt Interesse daran, was anderen wirklich wichtig ist?

Beantworten wir diese Fragen mit einem Ja, können wir als nächstes herausfinden, was es braucht, um die eigene Stabilität, innere Ruhe, Gelassenheit und bewusste Wahrnehmung zu fördern. Wir können uns auch darüber klar werden, dass liebevolle Kommunikation nicht undefiniert sein muss. Sie kann sehr wohl klare Konturen aufweisen und konkrete Grenzen abstecken, während sie gleichzeitig sanft und verständnisvoll bleibt. Zusätzlich dazu können wir uns bewusst machen, dass es ganz oft nicht um das Thema geht, über das wir diskutieren, sondern sehr viel öfter darum, wie wir mit unseren eigenen und den Emotionen unseres Gegenübers umgehen, die sich im Laufe des Gesprächs präsentieren. 

Eigentlich geht es immer darum, wie wir uns fühlen

Das Leben aus dieser Warte zu betrachten, ist vielleicht für manche neu. Es klingt womöglich sogar abstrakt und eventuell im ersten Moment auch so, als würde es nirgends hinführen. Immerhin sind wir es gewohnt, die Themen in den Vordergrund zu stellen und nicht das, was wir fühlen. Ich glaube allerdings, gelebte Veränderung braucht neue Herangehensweisen und ich hoffe gleichzeitig, dass wir alle schon mindestens einmal mit einer Person im Gespräch waren, die uns durch ihre Art der Kommunikation das Gefühl gegeben hat, gesehen und wertgeschätzt zu werden, sogar wenn wir nicht einer Meinung waren, vielleicht sogar dann, wenn wir uns gerade nicht so verhalten haben, wie es gut gewesen wäre. Wenn wir ganz ehrlich mit uns selbst sind, sind es diese Menschen, die uns wirklich zum Nachdenken bringen und sie helfen uns zu begreifen, dass wir uns vermutlich viel öfter daran erinnern, wie wir uns in bestimmten Situationen gefühlt haben und weniger oft an die tatsächlichen Worte und Inhalte des Gesagten. 

Menschen, die uns inspirieren, neue Ebenen zu erkunden

Wir dürfen uns auch daran erinnern, dass Menschen, die ganz bei sich sind, beeindruckend anziehend sind. Sie haben etwas an sich, was uns fasziniert. Wenn wir ganz genau hinschauen und hinhorchen, merken wir auch, was uns so begeistert – sie behandeln andere auf Augenhöhe und stellen ganz oft das Gemeinsame in den Vordergrund. Sie sagen nicht, was wir tun sollen, sondern sie leben es und inspirieren uns dadurch, es auch zu versuchen. Die meisten von ihnen sind selbst durch große Veränderungen gegangen und wissen, wie es sich anfühlt, wenn man sich selbst nicht gut spürt. Sie wissen, wie es ist, Fehler zu machen. Sie wissen, was es bedeutet, durch Sümpfe zu gehen und das Gefühl zu haben, nicht vom Fleck zu kommen. Sie haben diese Erfahrungen nicht vergessen. Gleichzeitig wissen sie, dass es liebevolle und stabile Brücken braucht, um neue Ebenen zu erkunden. Es ist diese liebevolle Stabilität, die einen großen Unterschied machen kann. Für uns selbst und für andere.

Wir beschäftigen uns in diesem Monat mit achtsamer Kommunikation und Selbstreflexion in der Work-Life-Sense-Gruppe auf Xing. Wir laden euch ein, eure Erfahrungen mit uns in der Gruppe zu teilen. 

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